Beitragsserie: Haustiere nachhaltig füttern

Nachhaltiges Tierfutter

Haustiere fressen im wahrsten Sinne des Wortes Ressourcen, sie erhöhen den ökologischen Fußabdruck ihres/ihrer Halters*in. Hund, Katze, Pferd, Hamster, Kaninchen – sie alle fressen nicht nur total unterschiedlich, sie verbrauchen auch in sehr unterschiedlichem Maße die auf der Erde vorhandene endliche Biokapazität. Durch eine durchdachte und unter ökologischen Gesichtspunkten angepasste Fütterung lässt sich das Schlimmste verhindern, aber nicht alles. Haustiere sind schließlich reine „Luxusobjekte“, die sich jede*r Einzelne aus unterschiedlichen Gründen leisten möchte.

Beatrix Schulte wird sich in mehreren Beiträgen dem Thema nachhaltige Fütterung widmen und versuchen, eine für jede*n Tierhalter*in brauchbare Möglichkeit einer ressourcenschonenderen Fütterung unserer Lieblinge zu präsentieren – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Vielleicht hat ja der oder die ein oder andere Tierhalter*in ebenfalls gute Ideen, die es lohnen vorgestellt zu werden. 

Was ist der ökologische Fußabdruck?

Jedes produzierte Ding hat einen ökologischen Rucksack, welches es mit sich herumträgt.

Der ökologische Rucksack oder auch Fußabdruck ist der Maßstab für den Natur- und Energieverbrauch bei der Rohstoffgewinnung, der Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen gebrauchsfähigen Gegenstand sowie dessen Gebrauchsverbrauch und seine Entsorgung bzw. Recyclingfähigkeit. Im Falle des Hundefutters entfällt der Gebrauchsverbrauch und die Entsorgung, wobei Letztere so manchen auf die Palme bringt … Im Falle der Katze müssen eventuelle Plastikbehälter und Einstreu berücksichtigt werden.

Es gilt die Faustregel: Je weniger Rohstoffe und Energieverbrauch in einer Ware stecken, umso weniger Schäden entstehen daraus für Umwelt und Natur und desto leichter ist der ökologische Rucksack und desto nachhaltiger das Produkt. Umgekehrt führt ein hoher Rohstoff- und Energieverbrauch zu einem schweren ökologischen Rucksack.

Fleischproduktion frisst Fläche

Hundefutter und Katzenfutter enthalten naturgemäß Fleisch in unterschiedlich hohen Anteilen. Bei der Fleischproduktion wird deutlich mehr Fläche, Wasser und Energie verbraucht als bei der Pflanzenproduktion. Das hat Auswirkungen auf das Klima, denn die Fleischproduktion sorgt für den hohen Flächenbedarf, die Abholzung der Wälder und durch den erhöhten Stickstoff-, CO2- und Methanausstoß für höhere Treibhausgasemissionen und trägt deshalb maßgeblich zum Klimawandel bei. Auch kommt es sehr stark auf die Tierart an, die später im Napf von Wuffi und Mauzi landen. Rinder sind schlechter fürs Klima als Geflügel oder Wild. Fleischfressende Vierbeiner sind auch dann schlecht fürs Klima, wenn sie die für den menschlichen Verzehr geeigneten Fleischstücke serviert bekommen.

Die Ökobilanz eines mittelgroßen Hundes mit 30 Kilogramm, der mit Hundefutter auf Rindfleischbasis gefüttert wird, kann die Umwelt schnell so stark belasten wie ein normal genutzter Geländewagen. Die Zusammensetzung des Futters entscheidet also über die Gesamtökobilanz von Hund/Katze und Besitzer*in.

Die Pfote als Maßstab

Der ökologische Pfotenabdruck von Hunden und auch Katzen ist sehr groß – leider. Und der Abdruck der Haustiere muss zu dem CO²-Fußabdruck des/der Besitzer*in hinzugefügt werden, denn er/sie hat die Verantwortung und bildet in dieser Beziehung mit seinem/ihrem Haustier eine Einheit. Alle Tierhalter*innen haben somit bei vergleichbarem Lebensstil einen höheren CO²-Fußabdruck als Menschen ohne Tiere.

Kein Grund für die Tierhalter*innen zu verzweifeln, denn der gesundheitliche Mehrwert für den Besitzer*in eines Haustieres ist wissenschaftlich unumstritten. Und das entlastet ja dann die Gesundheitskassen… Man könnte das mal ausrechnen…

Haustiere nachhaltig füttern: Beiträge

Nachhaltig gefütterte Hunde

 

Hunde nachhaltig füttern

 

 

Autorinnenprofil Beatrix Schulte

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Autor: Seefelder Mühle

Die Seefelder Mühle ist ein soziokulturelles Zentrum auf dem Land. Zwischen Weser und Jadebusen macht die Mühle das leben bunt! Mit Kulturveranstaltungen und Projekten, die immer dazu einladen sich einzubringen.

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